Gwächten – Super Schneehun
Eine alpine Mehrseillänge an den Gwächten über dem Erstfeldertal – «Super Schneehun», 6b, gleich bei der Kröntenhütte, wo nach der Kletterei ein Bad im See wartet.
Super Schneehun an den Gwächten
Die Gwächten stehen über dem Erstfeldertal, gleich bei der Kröntenhütte – und die ist schon für sich ein Grund herzukommen: Nach der Kletterei wartet unten am See ein Bad. Der Zustieg von der Hütte zum Wandfuss ist kurz, gut anderthalb Stunden hin und zurück. Man folgt dem Wanderweg in der Rinne, bis diese ausflacht; dort weist eine Markierung zum Einstieg.
«Super Schneehun» nimmt im Grad 6b mehrere Längen, rund vier Stunden Kletterei. Die erste Länge ist die unangenehmste: brüchiger Fels, halb lose Blöcke, ein Einstieg, der einem Respekt einflösst. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen – der Rest der Route ist deutlich schöner. Ab der zweiten Länge (6b, ordentlich abgesichert) fängt es an, richtig Spass zu machen.
Der Abstieg ist steil und sehr gerölliges T5 (feste Schuhe empfehlenswert), sonst aber eigentlich gut zu finden. Oben lagen im Juni noch Schneefelder, da war der Pickel sehr hilfreich. Vom Gipfel geht es südlich hinunter, an einem alten Haken vorbei, dann folgt eine plattige, etwas ausgesetzte Abkraxelstelle. Auf dem Schotterfeld (auf 2740 m) quert man nach Osten, an der ersten Rinne vorbei, und steigt durch die allerletzte Rinne ab. Die Rinnen dazwischen wären wahrscheinlich auch okay, nur nicht die erste. Insgesamt ein handfestes alpines Abenteuer.