alpine · summer
Hochtour
Gletscher, Grate und Seilschaft. Die technische Ausrüstung, die dich aus der Spalte und auf den Beinen hält.
Anziehen
Technische Ausrüstung
Im Rucksack
Vielleicht
Eine Hochtour ist ein anderes Tier als eine Wanderung. In dem Moment, in dem du dich anseilst und auf den Gletscher trittst, geht es bei der Ausrüstung nicht mehr um Komfort, sondern darum, nicht in einer Spalte zu verschwinden. Die Liste oben ist mein Sommer-Setup für Gletscher und Grate — pass sie an die Route an und nimm nie technisches Material mit, das du nicht zu benutzen weißt.
Ein paar Prinzipien:
- Das Seil ist nur so gut wie deine Prusiks. Eine Prusikschlinge macht aus einem Seil ein Selbstrettungssystem. Nimm zwei mit, lerne daran aufzusteigen und übe den Spaltenbergungs-Aufbau, bevor du ihn brauchst — nicht während du in der Spalte hängst.
- HMS-Karabiner verdienen ihren Platz. Die Birnenform nimmt einen Halbmastwurf auf, wenn du dein Tuber verloren oder verklemmt hast, und ist gleichzeitig der richtige Karabiner fürs Sicherungsgerät. Zwei bis drei verschließbare HMS-Karabiner decken die meisten Gletschertage ab.
- Bandschlingen sind das Gaffer-Tape der Berge. Damit baust du Standplätze, verlängerst Zwischensicherungen, legst sie um einen Felskopf oder rüstest schnell eine Prusik-Sicherung. Sie wiegen fast nichts — nimm ein paar mehr mit, als du denkst.
- Express und Eisschrauben sind routenabhängig. Auf einem einfachen Gletschermarsch rührst du sie nicht an. Sobald eine Felsseillänge oder ein steiler Eisaufschwung kommt, willst du Expressschlingen und ein, zwei Schrauben. Entscheide nach Topo, nicht aus Gewohnheit.
- Steigeisen immer zu den Schuhen passen. Weiche Schuhe und starre Steigeisen vertragen sich nicht. Prüf die Passform zu Hause, im Hellen — nicht um 4 Uhr morgens auf der Moräne.