Eine Wanderin blickt mit Fernglas von einem schroffen Felsgrat in die Ferne, umgeben von blauem Himmel.
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9. August 2025

Gitschen

Hat man Lust auf grandioses Panorama und spannende Wege, ist diese Wanderung auf einen wenig begangenen Urner Gipfel ein Jackpot.

Karte: swisstopo GPX herunterladen

Ein Gipfel, den man nie mehr übersieht

Der Gitschen – oder “der Pickel”, wie ihn meine Freundin Marla nennt, und hat man ihn einmal gesehen, weiss man auch warum – ist einer dieser Gipfel, die man ab dem Moment, in dem man sie einmal erkannt hat, immer wieder sieht. Er thront markant über dem Vierwaldstättersee und ist wunderschön sichtbar vom Zug zwischen Zürich und dem Tessin aus.

Von Isenthal aus (schon die Postautofahrt dorthin ist ein kleines Abenteuer) führt die Wanderung zunächst entlang einer schönen Schlucht zum Neuhüttli – ein einfacher Einstieg. Von hier wird es steil. Mit jedem Höhenmeter öffnet sich das Panorama weiter, und tief unten glitzert der türkisfarbene Vierwaldstättersee.

Durch Schafherden hindurch quert man Wiesen und felsige Abschnitte (“Weidegg”), bis man das Rinderstöckli erreicht. Hier ist der Tiefblick ins Tal und auf die umliegenden Berge garantiert. Ab hier wird der Weg ausgesetzter und schmaler. Unter dem Gipfelaufbau des Gitschen kommt man urplötzlich an Höhlen vorbei, in denen man im Notfall sogar übernachten könnte – Decken und Kochutensilien liegen dort oft sogar gut verpackt bereit.

Das letzte Stück zum Gipfel ist sicher das technisch schwierigste. Kleine Metallstifte helfen über die abschüssigen Kalkplatten, und in den steileren Kletterpassagen hängen Ketten.

Hat man es geschafft, ist die Aussicht einfach grandios.

Für den Rückweg lohnt es sich, über die Musenalp zu wandern statt auf demselben Weg zurückzukehren. Im grossen Kessel gibt es tolle Felsformationen und grosse Wasserfälle zu entdecken, und die Musenalp lockt mit kühlen Getränken und leckerem Essen. Wer mag, nimmt von hier die Bahn ins Tal, um sich den Abstieg etwas zu verkürzen.

Tipp: Um den Aufstieg weniger anstrengend zu gestalten, nimmt man die kleine Seilbahn Gietisfluhe. Sie erspart 400 Höhenmeter – und an der Bergstation wohnt ein sehr herziger Hund.

Wie es bei mir war

Ich bin die Tour mit meiner Freundin Marla als Vorbereitung auf ihre erste Hochtour später im Jahr gegangen – das Sustenhorn. Dafür war sie perfekt geeignet: Wenn einem dabei weder die Kondition noch die Ausgesetztheit Mühe bereiten, ist man sicher bereit für die ersten leichteren Hochtouren!