Cabbio – Scudellate – Bella Vista
Eine ruhige Zweitageswanderung durchs Muggiotal ins Bergdorf Scudellate und am nächsten Tag weiter hinauf auf den Bella Vista, den südlichsten Aussichtsbalkon der Schweiz.
Novemberlicht im Muggiotal
Wenn der Rest der Schweiz schon unter Schnee liegt oder im Nebel versinkt, hält das Muggiotal seinen Herbst noch eine Weile fest. Kastanienwälder leuchten rot und gold, die Dörfer stehen in der Sonne, und über allem spannt sich der lange Grat des Monte Generoso. Für einen letzten Herbstausflug, bevor der Winter kommt, ist diese Ecke des Tessins kaum zu schlagen.
Die Tour beginnt in Cabbio (628 m), einem der kleinen Dörfer, die wie Schwalbennester an den Hang geklebt sind. Von dort steigt der Weg stetig durchs Laub hinauf nach Scudellate (960 m), noch höher gelegen, noch stiller, mit Blick quer übers Tal auf das verlassene Weiler Erbonne auf der italienischen Seite.
Übernachten in Scudellate
Scudellate ist ein guter Grund, die Tour auf zwei Tage zu verteilen. Das Dorf hat eine Osteria, die man ohne Reservation nicht unbedingt besuchen sollte, und die Küche ist die, nach der man im Muggiotal sucht: regionale Produkte, Zincarlin aus dem Tal, ein Glas Merlot aus Mendrisio. Am Morgen gehört einem der Platz vor der Kirche, bevor der Nebel aus dem Tal aufsteigt.
Weiter auf den Grat
Am zweiten Tag führt der Weg aus dem Dorf hinaus und über offene Weiden hinauf zum Grat. Oben öffnet sich die Aussicht in beide Richtungen – ins Muggiotal zurück, hinüber nach Italien, bei klarer Sicht bis zur Po-Ebene und zu den Walliser Viertausendern. Der Bella Vista macht seinem Namen alle Ehre, und im goldenen Novemberlicht sowieso.
Titelbild: Burakuberi, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Diese Tour gemeinsam gehen?
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