Schneebedeckte Alpengipfel über einem weiten grünen Tal, gesehen von den Kalkfelsen.
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16. Juni 2024

Adlerspitzli

Schöne und kurzweilige Mehrseillänge am Gross Mythen mit viel Genuss und ein paar herausfordernden Zügen.

Karte: swisstopo GPX herunterladen

Kurzweilig am Grossen Mythen

Fünf Seillängen, 3a, rund 120 Höhenmeter Kletterei — etwa ein bis anderthalb Stunden am Fels. Insgesamt sind es 4–5 Stunden, 7 km und je 660 Höhenmeter im Auf- und Abstieg.

Zum Einstieg. Dem Wanderweg zur Holzegg folgen, dann Richtung Mythenbad absteigen. Auf 1220 m verlässt man den Forstweg in den Hasliwald und folgt dem Band aufwärts, bis man es queren kann (rote Markierungen weisen den Weg). Danach steil durch den Wald hinauf — die Spuren sind undeutlich, aber an der Geisstockwand findet man sie wieder und quert bis zum Einstieg, der mit Bolts markiert ist. Bis hierher T4+.

Abstieg. Vom Gipfel kann man entweder die ganze Route abseilen oder über das Ruchband absteigen. Letzteres lohnt sich, wenn man noch nicht genug hat und aufs Wysswändeli weiterklettern will: Man seilt in die Scharte zwischen Adlerspitzli und Geissstock ab und klettert auf der anderen Seite wieder hinauf (ca. 30 m). Dann quert man unter der SW-Wand des Geissstocks entlang, dem Ruchbändli folgend, bis zu den Zwischetmythen (T5).

Tipp: Kein Frühlingsziel. Solange oben am Mythenmatt noch Schnee liegt, können sich Schneebretter lösen und die Route gefährlich machen — besser erst gehen, wenn die Felsen darüber ausgeapert sind. Dann wird es eine schöne Frühsommertour: unten alles grün, gegenüber noch Schnee auf den Gipfeln. Und dank des kurzen Zustiegs auch dann noch machbar, wenn der Tag schon halb vorbei ist.