Aufstieg auf dem schmalen Gras- und Felsgrat zum Gipfel des Sichelchamm.
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26. April 2026

Sichelchamm

Eine fordernde Frühlingstour in den Appenzeller Alpen mit anhaltendem Aufstieg über den Chnorren. Oben wartet ein luftiger, aber gut machbarer Gipfelgrat.

Karte: swisstopo GPX herunterladen

Effizient nach oben, luftig oben

Der Sichelchamm gewinnt seine Höhe effizient — was eine höfliche Art zu sagen ist, dass der Aufstieg über den Chnorren steil ist, wie man’s auch dreht. Die gute Nachricht: Der markierte Weg ist gut gestuft, sobald man wirklich draufkommt. Die etwas weniger gute Nachricht: Ein paar herumschwirrende GPX-Tracks schicken einen im unteren Teil durch ziemlich zugewachsene Pfade. Ignorieren — den richtigen Wanderweg gibt es aus einem Grund.

Der Gipfelgrat ist das Herz des Tages. Stellenweise ausgesetzt, bei trockenen Verhältnissen aber komfortabel im trittsicheren T5-Bereich. Im Spätfrühling liegen im Zustieg noch ein paar Schneefelder, der Grat selbst ist meist aper; im Herbst funktioniert die Tour ebenso gut. Der Standard-Rückweg führt auf dem gleichen Pfad zurück und dann hinunter nach Walenstadt — wer beim Abstieg etwas anderes sehen will, steigt alternativ über das Kurhaus Sennis und Hinterschindlenwald nach Berschis ab.

Tipp: Der Brunnen unterwegs ist nicht trinkbar, und bei warmem Wetter sind zwei Liter schneller weg, als man denkt. Mehr mitnehmen.

Wie es bei mir war

Wir waren fast and light mit Trailrunnern unterwegs, und für diese steile, effiziente Linie passte das perfekt. Der Lohn für die 1800 Höhenmeter: ein luftiger Gipfelgrat und oben eine Rast im trockenen Gras mit Blick über die gesamte Länge des türkisen Walensees. Genau die Art Tour, bei der die Beine am Abend müde und der Kopf ganz leicht ist.