Der helle, spitze Kalkturm des Schmalstöckli ragt in den tiefblauen Himmel, davor eine grasige Alpweide.
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5. September 2026

Schmalstöckli

Kompakter Kalk über dem Riemenstaldnertal — dichtes Routennetz in allen Graden, zum Beispiel die Lange Kombination über sechs Seillängen im Grad 5c.

Helles Kalkriff über Lidernen

Das Schmalstöckli steht mit 2012 Metern zwischen Lidernenhütte und Chaiserstock und ist zusammen mit dem grossen Nachbarn das Kletterzentrum des Riemenstaldnertals. Heller, kompakter Gebirgskalk, steil und stellenweise überhängend, überzogen von einem dichten Netz gut abgesicherter Routen — vom Kinderklettergarten im flacheren Westgelände bis in Grade, in denen man sich ernsthaft strecken muss.

Wer eine lange Tour sucht, hängt sich die Lange Kombination hinein: Einstieg am tiefsten Punkt der Wand, dann rechts haltend über sechs Seillängen bis zum Gipfel, im Grad 5c. Die Route setzt sich aus Abschnitten mehrerer Nachbarrouten zusammen — was den Namen erklärt und in der Wand ein bisschen Routenspürsinn verlangt, weil laufend Stände und Hakenlinien anderer Touren mitlaufen. Abgeseilt wird über die Wand zurück zum Einstieg.

Der Zustieg ist kurz und die Seilbahn bringt einen fast bis vor die Wand — das ist der Vorzug des Gebiets und zugleich sein Problem. An schönen Wochenenden kann es hier voll werden, mit Wartezeiten an den beliebten Einstiegen und Steinschlaggefahr durch Seilschaften weiter oben. Unter der Woche oder früh am Morgen hat man deutlich mehr Ruhe.

Tipp: Die Wand schaut nach Südwesten, trocknet schnell ab und wird im Hochsommer über Mittag heiss — der Nachmittag ist die Sonnenzeit, der Vormittag die angenehmere Kletterzeit. Die Lidernenhütte liegt zehn Gehminuten entfernt und macht aus dem Klettertag ohne Aufwand ein Wochenende.

Steht auf meiner Liste, aber noch nicht selbst geklettert — ein persönlicher Bericht folgt.