Schildkrötengrat
Sonnige Granitkletterei im Grad 4b über der Sidelenhütte — kurzer Zustieg, langer Sommertag am Fels.
Granit über der Sidelenhütte
Der Schildkrötengrat gehört zu den Touren, für die man in dieses Eck der Urner Alpen fährt: Aaregranit, wie er sein soll — rau, griffig, mit sauberen Rissen und Platten, auf denen die Reibung hält, auch wenn es steiler aussieht, als es klettert. Grad 4b heisst hier: ein paar Züge, bei denen man kurz überlegt, und viel Gelände, in dem man einfach klettern kann.
Ausgangspunkt ist die Sidelenhütte. Der Zustieg ist kurz genug, dass sich auch ein Tag ab Tal ausgeht — mit Übernachtung wird trotzdem mehr daraus, weil man dann früh am Fels steht und den Nachmittag noch für einen zweiten Grat hat. Rundherum stehen die Türme des Sidelengebiets, und man klettert den ganzen Tag im Blickfeld von Galenstock und Furkapass.
Tipp: Eine Sommertour, ganz klar. Der Fels liegt sonnig, trocknet nach einem Gewitter schnell und ist bis in den Spätsommer hinein zuverlässig aper. Die Furkapassstrasse ist dann offen, was die Anreise deutlich verkürzt — im Frühling führt der Weg stattdessen ab Realp durchs Tal.
Steht auf meiner Liste, aber noch nicht selbst geklettert — ein persönlicher Bericht folgt.