Roflaschlucht
Eine kurze, erlebnisreiche Schluchtwanderung am Hinterrhein bei Andeer. Vom historischen Gasthaus führt ein von Hand in den Fels gesprengter Galerieweg bis hinter den tosenden Wasserfall – ein kleines Ingenieurskunstwerk.
Von Hand in den Fels gesprengt
Die Roflaschlucht ist kurz, aber sie ist eine Geschichte wert. Zwischen 1907 und 1914 sprengte der Andeerer Christian Pitschen Melchior in Eigenregie einen Galerieweg in die Felswand — rund dreihundert Meter Tunnel und Fenster, von Hand, um Gästen den Wasserfall von innen zeigen zu können. Der Weg tut bis heute genau das: Er führt hinter das tosende Wasser, wo es laut, nass und ziemlich beeindruckend ist.
Der Zugang läuft durch das alte Gasthaus über der Schlucht, es wird ein kleines Eintrittsgeld verlangt. Der Rundgang selbst dauert kaum eine halbe Stunde. Darunter liegt der Hinterrhein in einem engen, grün leuchtenden Becken zwischen hellen Felsplatten.
Tipp: Als Zwischenhalt auf dem Weg nach oder von Süden ideal — man kann die Schlucht gut mit einer längeren Wanderung im Schams verbinden. Bei Hochwasser ist es am eindrücklichsten, aber auch am nassesten: Regenjacke mitnehmen.