Eine Wanderin mit grossem Rucksack quert ein ausgesetztes Grasband unter einer Felswand, im Gegenlicht dunstige Grate und tief unten ein See.
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14.–15. Mai 2022

Rigi Hochflue

Eine fordernde Panoramarunde auf die Rigi Hochflue, den felsigen Gipfel des Rigi-Massivs – luftige Passagen mit Tiefblick auf Lauerzersee und Vierwaldstättersee.

Über die Stockflue auf die Hochflue

Der Aufstieg von Brunnen ist knackig, aber wunderschön — nur im Wald verliert man leicht den Weg. Weiter oben sind ein paar Kletterstellen mit dem Seil gesichert: mit schwerem Rucksack heikel, ohne Gepäck kein Problem. Der kurze Abstecher auf die Stockflue lohnt sich, danach führt der Weg mitten durch die Bergstation Timpel. Über Egg geht es weiter hinauf, mit weiteren ausgesetzten und etwas anspruchsvolleren Kletterstellen bis zum Gipfel — die machen richtig Spass.

Tipp: Der Gipfel der Hochflue ist ein begehrter Zeltplatz mit grandiosem Sonnenuntergang über dem Vierwaldstättersee. Für den Aufstieg von Brunnen gut 2½ Stunden einrechnen — die angeschriebenen 1 h 40 sind sportlich. Abstieg zur Timpelbahn rund 2 Stunden.

Wie es bei mir war

Wir waren mit viel Gepäck unterwegs, entsprechend anstrengend war es, und die Stockflue haben wir prompt verpasst und uns kurz verstiegen. Die gesicherten Stellen waren für mich mit dem grossen Rucksack grad noch machbar, für Olli überhaupt kein Thema. Einen kleinen Abstecher liessen wir aus — zu spät und zu fertig — und kamen erst gegen halb sieben oben an. Ende Mai, und trotzdem alles schneefrei und so warm, dass wir abends im Fleece vor dem Zelt sassen; im Daunenschlafsack war es dann fast zu warm. Eine Nacht am Fronalpstock zwei Jahre zuvor war da mit sieben Grad unter Null anderes Kaliber gewesen. Dafür gab es hier einen Sonnenuntergang zum Reinsetzen.