Krönten
Eine Hochtour auf den Krönten (3108 m) über dem Erstfeldertal – von der Kröntenhütte über Fels und Firn auf einen aussichtsreichen Urner Gipfel.
Klettern und Gipfel am Krönten
Der Krönten über dem Erstfeldertal verbindet Kletterei und Hochtour. Von Erstfeld führt der Zustieg über Bodenberg und Geissfad zu den Prögenstöckli, wo sich lohnende Mehrseillängen finden, und weiter über einen langen, teils harten Aufstieg auf den Grat. Der Gletscher ist heute deutlich weniger zerklüftet als früher; über den Grat und einen kurzen Kletterabschnitt geht es zum Chli Krönten und zum Hauptgipfel (WS+). Der Rückweg führt über den Grauw Stock und den Obersee zurück nach Erstfeld.
Tipp: Wasser rechtzeitig fassen — im Aufstieg ist die Reserve schnell aufgebraucht, unterhalb des Gletschers lässt sich aber am Schmelzwasser nachfüllen. Für den Grat mit schwerem Rucksack genug Zeit einplanen.
Wie es bei mir war
An den Prögenstöckli kletterten wir zuerst ein paar sehr schöne Mehrseillängen, bevor der lange Aufstieg zum Krönten kam — gut siebeneinhalb Stunden, teilweise happig. Der Gletscher war zum Glück viel harmloser als gedacht, dafür war das Klettern am Grat mit dem ganzen Gepäck anstrengend. Kurz vor dem Chli Krönten nahmen wir rechts eine Umgehung (T3+), an deren Ende man doch klettern muss — da hatten wir uns nicht gut genug gesichert, eine Lehre für später. Die zweieinhalb Liter Wasser waren schon vor dem Gletscher alle; zum Glück konnten wir am Schmelzwasser nachfüllen.