Blick unter einem markanten Felsüberhang hindurch auf einen schmalen Pfad, der sich an der Felswand entlang windet, dahinter Wolken über einem weiten Alpenpanorama.
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1. März 2025

Hinderspina

Eine fordernde Gratüberschreitung über die Hinderspina in den Appenzeller Alpen – aussichtsreiches, teils steiles Gelände fernab der grossen Wege.

Unter dem Felsdach durch

Von Mels aus geht es lange und gleichmässig bergauf: 1400 Höhenmeter auf 14 Kilometer, von Weiden über lichten Bergwald bis in steiles Gras- und Schrofengelände. Die schönste Passage ist ein Pfad, der sich unter einem weit überhängenden Felsdach entlangzieht — für ein paar Minuten läuft man wie unter einer Traufe, links der Abbruch, rechts kalter, geschichteter Kalk zum Anfassen.

Weiter oben verliert sich der Weg im Geröll und wird nur noch von Steinmännli geführt. Wer sie aus den Augen verliert, steht schnell in steilem, rutschigem Gras — das T4 ist ehrlich verdient, und Trittsicherheit zählt hier mehr als Kondition.

Tipp: Eine ideale Vorsaisontour. Die Südhänge apern früh aus, während gegenüber noch alles weiss ist: Man läuft auf trockenem Gras und schaut in verschneite Berge — und oft von oben auf eine geschlossene Nebeldecke im Tal.