Die imposante Gipfelpyramide des Bristen (3073 m) über der Reuss im Urner Reusstal.
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7. Juni 2026

Bristen Nordostgrat

Der Nordostgrat auf den Bristen (3073 m), den markanten Wächter über dem Maderanertal. Anspruchsvolles, technisches T5-Gelände auf einen der schönsten Urner Aussichtsgipfel.

Über den Nordostgrat auf den Bristen

Der Bristen (3073 m) ist der grosse Einzelgänger über dem Reusstal, und der Nordostgrat ist die schönste Art hinauf: fester Gneis, feine Kraxelei im T5 mit kurzen Stellen im II. Grad, ausgesetzt, aber durchgehend mit guten Griffen und Tritten. Als Zweitagestour geht man von Erstfeld über den Bristen Kohlplatz zum Chli Bristen und nächtigt hoch oben; am zweiten Tag über die Bristenseehütte auf den Grat und weiter zum Gipfel.

Tipp: Für die Übernachtung ist die kleine Bristenseehütte ideal (Voranmeldung, Platz für sechs). Wer auf dem Chli Bristen zeltet, hat es zwar hoch und aussichtsreich, aber recht eng. Für den Gipfelgang das Gepäck in der Hütte lassen.

Wie es bei mir war

Schon die Postautofahrt von Erstfeld zum Kohlplatz war grandios. Die Breitlauibahn wollten wir nehmen, aber man muss vorher anrufen — kein Empfang, also zu Fuss in gut drei Stunden auf den Chli Bristen. Das Zelt auf dem Gipfel war eng, und Olli hatte nur eine Wolldecke dabei, entsprechend fror er nachts ein bisschen. Halb sechs raus, Sonnenaufgang, Frühstück, dann runter zur Bristenseehütte und mit leichtem Gepäck um sieben auf den Grat, um zehn oben. Unterwegs kreuzten sich Seilschaften mit Helm und Bergführer und ein Typ in Turnschuhen mit Kappi — der Bristen zieht alle an. Nach dem Bad im kühlen Bristensee zog sich der Abstieg; am Ende half die Bahn doch noch, der Bähnler kam mit dem Traktor angefahren, um uns hineinzulassen.

Titelbild: Uwelino, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.